Geschichte des Kalibergbaus

Kalifieber im Aller-Leine-Tal

Startseite Ovelgönne: Die beiden Informationstafeln neben dem Förderwagen („Gruben-Hund“) gegenüber dem Hotel „Zur Heideblüte“, der ehemaligen Betriebskantine der Schachtanlage Prinz Adalbert auf dem Tourville-Platz an der Ampelkreuzung Wietzer/Celler Straße, B 214 / Rixförder/Oldauer Straße.
Foto: Hans Hövelmann
Startseite Grethem: Allerradweg-Zielwegweiser am Dreieck Grethemer Hauptstraße (L 191) / Bahnhofstraße / Zum Goldberg. Auf der Hauptstrecke des Aller-Radweges verlaufen hier gleichzeitig die EnergieRoute, der „Lüneburger Heide-Radweg“ und der „Leine-Heide-Radweg“. Diese werden allesamt in beide Richtungen mit Einschubschildern gekennzeichnet. Über den „Kali-Zubringer“ ist mittels Einschubschildern die Stecke zu den beiden Informationstafeln neben dem Weg „Am Salzberg“ in Grethem ausgewiesen.
Foto: Hans Hövelmann
Seilscheibe Adolfsglück: Seilscheibe aus dem Fördergerüst des Schachtes Adolfsglück. Südlichster Punkt des „Kali-Zubringers“ von Schwarmstedt nach Hope/Adolfsglück.
Foto: Projektgruppe Kaligeschichte im A.L.T.
 

Spannende Zeiten waren das Anfang des letzten Jahrhunderts in den neun ehemals selbständigen Orten Hambühren, Ovelgönne, Steinförde (Wietze), Hope mit der Kolonie Adolfsglück, Grethem, Groß Häuslingen, Klein Häuslingen, Hülsen und Ahnebergen: Zwischen 1906 bis 1920 wurden insgesamt dreizehn bis zu mehr als 700 Meter tiefe Schächte abgeteuft, um Kali zu fördern.

An sechs Standorten wurden Kaliumchlorid-Fabriken errichtet, um die Rohsalze zu hochkonzentrierten Kaliprodukten, z.B. Mineraldünger, aufbereiten zu können. Die Einwohnerzahlen explodierten, aus reinen Bauerndörfern wurden binnen kurzer Zeit Industrieorte. Mitte der 1920er Jahre war dann auch schon wieder alles vorbei.

Diese kurze, aber intensive industrielle Blütezeit in den ehemaligen Kaliorten des Aller-Leine-Tals wurde von einer regionalen Arbeitsgruppe aufgearbeitet, um die sehenswerten Reste einer vergangenen Industriekultur für Besucher und Bewohner der Region zugänglich zu machen.

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Unter anderem wurden in den ehemaligen Kalidörfern zwölf Informationstafeln aufgestellt und 32 ausgewählte Gebäuden aus der Kalizeit mit informativen Gebäudetafeln versehen.

Ausgehend von der Hauptstrecke des Aller-Radweges zwischen Verden und Celle sind für Fahrradtouristen von Oldau, Südwinsen, Ölberg/Wietze, Schwarmstedt (Mühlenweg), Bothmer Mühle, Rethem Rathaus, Solarfähre/Otersen, Schafsstallviertel//Hülsen und Barnstedt so genannte „Kali-Zubringer“ zu den Sehenswürdigkeiten der ehemaligen Kalidörfer ausgeschildert. Der längste Kali-Zubringer führt nach Hope/Adolfsglück (9 km in einer Richtung). Die Zielwegweiser längs der Kali-Zubringer sind mit Einschubschildern bestückt, die das eigens für diese Zubringer entworfene Piktogramm „Kali + Schlägel & Eisen“ ausweisen.

Die Kalizubringer sowie die jeweils vor Ort für Besucher interessanten Punkte können über das Kartensystem dieses Navigators aufgerufen werden.